
Miguel Castro Freitas wurde zum neuen Kreativdirektor von Mugler ernannt und tritt damit in die Fußstapfen von Casey Cadwallader, der das Haus über sieben Jahre hinweg prägte. Diese Entscheidung hat in der Modewelt für Aufsehen gesorgt, insbesondere weil Castro Freitas bislang nicht zu den großen Namen der Branche zählte. Doch seine beeindruckende Karriere hinter den Kulissen spricht für sich.
Der portugiesische Designer begann seine Laufbahn nach dem Studium an der renommierten Central Saint Martins School und sammelte über zwei Jahrzehnte hinweg Erfahrungen in einigen der bedeutendsten Modehäuser. Er arbeitete zunächst bei Dior unter John Galliano, später bei Yves Saint Laurent mit Stefano Pilati sowie bei Lanvin an der Seite von Alber Elbaz. Nach einer erneuten Station bei Dior unter Raf Simons übernahm er leitende Positionen bei Dries Van Noten und zuletzt als Kreativdirektor bei Sportmax.
Sein Stil zeichnet sich durch eine raffinierte Mischung aus Couture-Handwerk und zeitgenössischer Ästhetik aus – eine Kombination, die perfekt zu Muglers ikonischer, avantgardistischer DNA passt. Während Cadwallader mit seinen modernen, körperbetonten Designs eine neue Generation für die Marke begeisterte, könnte Castro Freitas einen frischen Blick auf die Marke werfen, ohne ihre verführerische und kraftvolle Ausstrahlung zu verlieren.
Besonders spannend wird sein Debüt, das für die Frühjahr/Sommer 2026 Kollektion geplant ist. Modekenner und Fans von Mugler sind gespannt, ob er die provokante, futuristische Ästhetik des Hauses weiterführt oder eine ganz neue Richtung einschlägt. Klar ist, dass Mugler mit dieser Ernennung auf einen Designer setzt, der tief in der Handwerkskunst verwurzelt ist und gleichzeitig ein Gespür für moderne Weiblichkeit mitbringt.